Über Filme sprechen
oder die Erotik der Analyse

Drei Filmabende im Kirchturm der REFO Berlin Moabit

 

09.07.2015, 19:30 Uhr: Realismus, 1975

16.07.2015, 19:30 Uhr: Märchenhorror, 1970

23.07.2015, 19:30 Uhr:  Nouvelle Krimi, 1968

 


Über Filme sprechen oder die Erotik der Analyse


Schwimmen im Codebecken   Wir sind unsicher im Sprechen über Kunstwerke. Vielleicht liegt das in ihrem offenen Sinnspektrum begründet. Die Distinktionscodes, mit denen sich die Szene behilft, nützen uns da wenig.

Das Medium ist die Massage   Über bewegte Bilder zu sprechen fällt uns leichter. Bild-Erzählungen docken an der eigenen Welt an. Wir wählen Filme aus und ordnen sie ein, haben Übung darin. Als Zuschauende empfinden wir Wirkung, konstruieren Bedeutung.

performatives Geflüster   Cast und Crew hinterlassen ihre Handschriften im gemeinsamen Werk. Und wir schauen nicht nur aus unserem Kontext heraus auf den Inhalt, sondern auch hinter den Film auf die Welt, die den Film hervorgebracht hat.

Reflexe  Film verändert und verfestigt Sehgewohnheiten. Filmanalyse sucht die Wirkung und Absicht in der ästhetischen Struktur zu ergründen. Dabei vergisst sie oft, sich selbst zu problematisieren. Was sagen wir über uns selbst, wenn wir über Filme reden? Gelingt uns die Übersetzung von Bild in Sprache?

Ästhetik der Flaute   Vielleicht kann das Sprechen über Filme von einer sinnlichen Herangehensweise profitieren, indem der Vorgang der Analyse als Konvention gekennzeichnet wird. Mit dieser Kritik könnten der Zugang zum Film und der Zugang zu den eigenen Sehgewohnheiten zusammenfallen.

. . .   Das sind die Aussichten mit denen wir uns erst vor die Leinwand und dann mit euch zusammensetzen möchten, um zu vielleicht diesen, vielleicht anderen Fragen ins Gespräch zu kommen. Wir wünschen gute Unterhaltung…

Kuratiert von Paul Riemann* und Miriam Georger. In Kooperation mit Annette Plaz (REFO-Unity)

19.30 Uhr Einlaß, 20.00 Uhr Filmstart, im Anschluß Anschluß, der Eintritt ist frei.
Wiclefstraße 32, Ecke Beusselsstraße, Berlin Moabit, Nähe S Beusselstraße, U Birkenstraße, Bus 109, 123 & TXL

 

Der Turm ist leider nicht barrierefrei, aber wir helfen dir gern hoch.

Zeichnung: Paul Riemann, ohne Titel

Paul Riemann, ohne Titel, 2012

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